Gateway

Ein Gateway erlaubt es Netzwerken, die auf völlig unterschiedlichen Protokollen basieren, miteinander zu kommunizieren.

Arbeitsweise

 

Zu diesem Zweck nimmt ein Gateway eine Protokollumsetzung vor. Dem Gateway ist dabei alles erlaubt, was zur Konvertierung der Daten notwendig ist, auch das Weglassen von Informationen, wenn diese im Zielnetz nicht transportiert werden können. Im Detail werden sämtliche Protokollinformationen, die an ein Datenpaket angehängt werden (z.B. IPX/SPX), entfernt und durch andere (z.B. TCP/IP für das Internet) ersetzt. Daneben gibt es auch Gateways für zahlreiche andere Verwendungszwecke, etwa E-Mail zu SMS, Fax zu E-Mail, E-Mail zu Sprache etc.

 
7   7   7
6   6 6   6
5   5 5   5
4   4 4   4
3   3 3   3
2   2 2   2
1   1 1   1

Abgrenzung zum Router

Gateways werden im allgemeinen Sprachgebrauch oftmals mit Routern gleichgesetzt, obwohl Router nur auf der dritten Schicht (Vermittlungsschicht) des OSI-Referenzmodells arbeiten, ein Gateway dagegen auf allen Schichten (1-7) implementiert werden kann. In einigen Betriebssystemen wird die IP-Adresse des Routers, welche z.B. in Routingtabellen eingetragen wird, allerdings auch als Gateway bezeichnet.

Gateways arbeiten auch nicht mit sogenannten Tunneling Protokollen, bei denen ein Protokoll in ein anderes eingepackt, zum Zielnetz transportiert und dort wieder ausgepackt wird (NetBIOS über TCP/IP ist ein solches Tunneling-Protokoll). Sie setzen ein Protokoll real in ein anderes um, es besteht keine Notwendigkeit, dass im Zielnetz das Ausgangsprotokoll benutzt wird wie beim Tunnel.